Sobremesa

Essen verbindet Menschen – es ist die Grundlage unseres Zusammenlebens und ein zentrales Kulturgut. Die gemeinsame Mahlzeit schafft einen Kommunikationsraum, an dem es um weit mehr geht als bloß darum, den Hunger zu stillen. Diese soziokulturelle Dimension spiegelt sich nicht nur im privaten, häuslichen Bereich wider, sondern auch in der außerhäuslichen Gastronomie. Das gastronomische Angebot ist dabei immer auch ein identitätsstiftender Teil einer Stadt. 

Studierende des 2. Semesters begaben sich im Rahmen eines kleines Wettbewerbs auf die Suche nach urbanen, flexiblen Orten, die überraschen und zum Verweilen einladen. Entstanden sind Orte, an denen mitgebrachtes Essen geteilt, Foodsharing betrieben und gemeinsam gekocht werden kann. Noch wichtiger: Es soll Raum entstehen für das, was die Spanier „Sobremesa“ nennen – die gesellige Plauderei nach dem Essen. Es geht um Orte, an denen Gespräche über die Zeit am Tisch hinausgehen und ein gemeinschaftliches Erlebnis geschaffen wird.

Der Semesterentwurf wurde betreut von  Vertr. Prof. Florian Bengert

Semesterarbeit von Jule Müller und Eleni Saure