Wichtiger als die monetäre Unterstützung ist für mich die Möglichkeit des Ausbaus meines beruflichen Netzwerkes. Die Stipendiatenfeier bot mir eine hervorragende Möglichkeit zum Austausch mit weiteren Stipendiaten sowie Förderern. Neben interessanten Kontakten konnte ich einen Einblick in die Karrieremöglichkeiten der Förderunternehmen erhalten.
Habtegebriel Kifle
Konstruktiver Ingenieurbau
Für mich ist das Stipendium eine Bestätigung, dass mich ein Unternehmen akzeptiert und mich in einer Lebensphase unterstützt, in der ich Hilfe benötige. Daher werde ich dieser Firma immer verbunden bleiben und mit ihr Kontakt halten.
Aktuell
„Education is the most powerful weapon which you can use to change the world" Nelson Mandela
Nachdem Lukas Hassdenteufel Zuhause viele Male Baustellenluft geschnuppert und sich in seinem Studiengang und beim Verband der Wirtschaftsingenieure engagiert hatte, zog es den HFT-Studenten an den südlichen Zipfel Südafrikas - um dort neue Eindrücke zu sammeln und neue Luft zu schnuppern.
„Durch die Absolvierung eines Auslandssemesters an der Nelson Mandela University in Port Elizabeth ging für mich ein Traum in Erfüllung. Die unvergessliche und spannende Zeit wird mich das ganze Leben lang prägen. Vor allem die Offenheit der Südafrikaner, die einzigartige Kultur und die unglaublich wunderschöne Natur werden mir in Erinnerung bleiben. Es war daher nur logisch für mich, dass ich mich während meiner Zeit in Südafrika sozial engagiere. Als Freiwilliger besuchte ich einmal wöchentlich die Kindertagesstätte „Masifunde“, die sich für die Verbesserung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche einsetzt. Durch die Corona-Pandemie war diese Arbeit leider nicht mehr möglich, sie hat mich aber dennoch sehr geprägt.
Ein Auslandssemester stellt jeden Studierenden vor finanzielle Herausforderungen. Das Deutschlandstipendium half mir dabei sehr, meinen Lebensunterhalt in Südafrika zu finanzieren. Ich empfehle jedem, sich in Vorbereitung auf ein Auslandssemester über Fördermöglichkeiten zu informieren und sich auf jeden Fall auf ein Deutschlandstipendium bzw. HFT-Stipendium zu bewerben. Zudem erhält man als Stipendiat interessante Kontakte zu Unternehmen, die man nach der Rückkehr nutzen kann.“
Aktuell
Viva México
Ein Auslandssemester…ja oder nein… es wagen oder einfach das Studium an der Heimathochschule absolvieren? Diese Frage konnte Aniko Olah, Studentin des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftspsychologie und Stipendiatin der Gips-Schüle-Stiftung, mit einem klaren JA beantworten.
"Mein Semester an der TEC in Mexiko war mitunter die schönste Zeit in meinem Leben. Unglaublich spannend, vielfältig und unvergesslich. Die Förderung durch das Deutschlandstipendium hat mir diese Erfahrung überhaupt erst ermöglicht und war mir eine enorme Hilfe dabei, diesen Traum realisieren zu können. Durch diese finanzielle Entlastung konnte ich mich dort sowohl auf mein Studium konzentrieren als auch die Schönheit des Landes Mexiko entdecken.
Ich bin sehr froh mich zum Kreis der Stipendiaten zählen zu dürfen und rate jedem, die Chance zu ergreifen und sich um ein Stipendium zu bewerben."
Alumni-Stipendiaten der HFT Stuttgart
Alumnus
"Bewerbt euch!"
Markus Eiberger war im Jahr 2011 einer der ersten Deutschlandstipendiaten an der HFT Stuttgart. Gefördert wurde er von der Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, bei der er nach seinem Studium eine Stelle antrat und bis heute arbeitet.
"Ich habe mich als Student um das Deutschlandstipendium beworben, da meine damalige Lebenssituation – Vater einer kleinen Tochter, Nebenjob und Studium durchaus als ausgelastet beschrieben werden kann. Die Unterstützung durch meinen Förderer hat es mir ermöglicht, die Zeit mit meiner Tochter besser auszugestalten und Studieninhalte nachhaltiger zu bearbeiten. Das Unternehmen, war mir zum Zeitpunkt bereits durch das hohe Engagement an der Hochschule bekannt und die ersten Beziehungen hatten sich schon entwickelt. Selbstredend war nach dem Zuschlag des Stipendiums mein Interesse und das Ansehen am Unternehmen gewachsen. Der erste Effekt, der eintrat, war die Steigerung der eigenen Leistungen, man möchte sich ja auch als Student mit guten Noten und innovativen Idee bei dem Unternehmen bedanken resp. attraktiv machen. Was mit dem Einstieg als Projektmanager bei Drees & Sommer auch erfolgreich war.
Mittelweile bin ich nun schon seit nahezu 10 Jahren im Unternehmen tätig und begleite das interne Studentenprogramm, welches Praktikanten beim Einstieg hilft sowie BA & MA Arbeiten unterstützt. Für mich eine gesellschaftliche Aufgabe, die Jeder in seiner Form tun sollte. Gerade der Anfang in einem Unternehmen ist sehr prägend für die berufliche Entwicklung, es fällt einem deutlich leichter, wenn man hier offene Türen vorfindet und über das Stipendium auch noch zusätzlich eine helfende Hand entgegengestreckt bekommt.
Rückblickend kann ich jedem sagen, setzt euch einen Abend hin, schreibt euren Bedarf auf, beschreibt eure berufliche Vision, stellt euch ins Licht – bewerbt euch!"
Alumnus
"Ich möchte etwas zurückgeben"
35 Jahre, drei Kinder, Meister im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk – als klassischen Studienanfänger konnte man Marco Tornarolli nicht gerade bezeichnen, als er im Wintersemester 2011/2012 sein Bauphysik-Studium an der HFT Stuttgart begann.
Mit großem fachlichem und praktischem Wissen ausgerüstet, bedeutete die Aufnahme eines Studiums trotz allem kein leichtes Unterfangen für ihn. Und doch war es eine Herausforderung, die Marco Tornarolli gerne in Angriff nahm. Als Steinmetzmeister und Sachverständiger im Steinbildhauerhandwerk hatte er viele Jahre Berufserfahrung gesammelt und die Gewissheit erlangt, dass sein Wissensdurst nur durch ein Studium gestillt werden konnte. Mit großem Eifer und Fleiß arbeitete er sich in fremde Themenbereiche ein und freute sich über Prüfungserfolge. Das Engagement als Semestersprecher war für ihn eine logische Sache, schließlich hatte er sich schon immer ehrenamtlich engagiert, sei es im Elternbeirat, in der Handwerkskammer oder im Kirchengemeinderat. Doch bei aller Freude über neue berufliche Möglichkeiten und das Kennenlernen von gleichgesinnten Kommilitonen, war es keine einfache Zeit für den damaligen Studenten. Als Familienvater und Teilzeit-Berufstätiger ein Studium zu absolvieren, bedeutet, immer wieder neue Hürden überspringen zu müssen. Im Wintersemester 2013 förderte ihn die Gips-Schüle-Stiftung daher mit einem Stipendium der Studienstiftung der HFT Stuttgart. Für Marco Tornarolli keine Selbstverständlichkeit: „Als ich erfuhr, dass ich ein Stipendium der Studienstiftung der HFT Stuttgart erhalten werde, konnte ich es gar nicht glauben. Die Ehre, die mir dadurch zu Teil wird, hebt mich als Student empor und würdigt nicht nur meine Leistungen, sondern bewertet auch meinen bisherigen Lebensweg.“
Und nun, viele Jahre später, gehört Marco Tornarolli selbst zu den Stipendiengebern der HFT Stuttgart. Mit seinem Büro für Bauschadenanalysen, Bauphysik und Bautenschutz in Zürich vergab er 2019 ein Stipendium der Studienstiftung der HFT Stuttgart. Er möchte einen Studierenden fördern, dem es ähnlich ergeht wie ihm damals.
Er ist der erste ehemalige Stipendiat an der HFT Stuttgart, der nun selbst als Förderer aktiv wird und mit gutem Beispiel vorangeht: Wem damals geholfen wurde, der gibt heute etwas zurück. Eine Einstellung, die voll und ganz seinem Lebensmotto entspricht.
Johanna Hamacher
SCHATZ projectbau GmbH
Als ehemalige Stipendiatin kann ich jedem Studierenden und Unternehmen nur empfehlen, diese wertvolle Art von Networking zu nutzen. Ich selbst bin heute bei meinem ehemaligen Förderer angestellt und sehr dankbar für all die Erfahrung, die ich in den über vier Jahren der gemeinsamen Zusammenarbeit in dem Team sammeln konnte, das ich ohne das Stipendium nicht kennengelernt hätte.